Magen-Darm-Grippe – Volkskrankheit mit vielen Ursachen

Die Magen-Darm-Grippe, lateinisch Gastroenteritis, ist eine Erkrankung, die das Verdauungssystem betrifft. Im Durchschnitt dauert diese Krankheit nicht länger als eine Woche an.

Auslöser dieser Grippe können Magen-Darm-Viren sein,  zum Beispiel Noroviren, Coronaviren, Rotaviren und Adenoviren. Aber auch Einzeller wie Lamblien und Amöben können die typischen Symptome dieser Erkrankung auslösen. Gleichermassen gilt dies für verschiedene Bakterienarten wie Shigellen, Salmonellen, Shigellen, Clostridium difficile, Yersinien und Vibrio cholerae. Von den genannten Erregern lösen in Deutschland vor allem die Noroviren die Magen-Darm-Grippe aus.

Sofern die Magen-Darm-Grippe infolge biologischer Krankheitserreger entsteht, kommt es zu deren Verbreitung innerhalb des gesamten Verdauungstraktes. Angegriffen werden vorrangig die Schleimhäute. Dies erklärt, dass die Symptome dieser Erkrankung in Abhängigkeit vom Virenbefall zu deuten sind. Erkrankte Personen leiden zunächst an heftiger Übelkeit. Bald kommen Durchfall und Bauchschmerzen hinzu.

Wenig bekannt ist, dass eine Magen-Darm-Grippe ausser den toxischen Ursachen auch durch physikalische Bedingungen entstehen kann, beispielsweise als Folge ionisierender Strahlung. Deshalb können die dargestellten Krankheitssymptome auftreten, wenn der Mensch einer erhöhten Radioaktivität ausgesetzt war.

Das ist auch bei einer Chemotherapie der Fall. Betroffen sind dann, ebenso wie bei der Infektion durch Viren, Bakterien oder Einzeller, die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts.

Die bei Magen-Darm-Grippe auftretende Übelkeit ist Ausdruck der körpereigenen Abwehrmechanismen des Menschen auf eine Vergiftung. Tatsächlich schädigen die Krankheitserreger durch Freisetzung von Toxinen. Dabei handelt es sich um spezifische Bakteriengifte. Sammeln sich diese Gifte in Lebensmitteln, kommt es nach dem Verzehr dieser verdorbenen Speisen zu einer Lebensmittelvergiftung.

Indem der menschliche Organismus das Erbrechen forciert, wird die Abstossung der aufgenommenen schädlichen Erreger versucht. Dies ist also eine biologische Abwehrreaktion. Dieser Prozess und auch die bei Magen-Darm-Grippe auftretende Appetitlosigkeit zielen auf eine Entlastung der von Viren betroffenen Magenschleimhäute.

Da diese Erkrankung eine Auseinandersetzung des Körpers mit biologischen Erregern bedeutet, erklärt sich das Auftreten von Fieber bei Magen-Darm-Grippe. Zudem kostet die Abtötung der Viren den geschädigten Organismus viel Energie. Deshalb klagen Patienten über Mattigkeit, Schwindelgefühl sowie allgemeine Antriebslosigkeit. Häufig sind auch Kopf- und Gliederschmerzen damit verknüpft.

Eine Magen-Darm-Grippe entsteht zumeist infolge mangelnder Hygiene. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer fäkalen Schmierinfektion. Deren Basis ist die Aufnahme der infektionsauslösenden Erreger in den Nahrungskreislauf. Daher ist dieses Krankheitsbild an Orten mit hoher Menschenkonzentration wie Hotels, Feriensiedlungen und Behörden häufig anzutreffen.

Hinzu kommt, dass die Erreger einer Magen-Darm-Grippe als hochgradig ansteckend charakterisiert werden müssen. Sie können allerdings erst wirksam werden, wenn die sogenannte minimale Infektionsdosis erreicht ist. Gerade bei grösseren Menschenansammlungen ist dies rasch der Fall. Deshalb befürchten die Betreiber öffentlicher Institutionen das Auftreten der auslösenden Erreger.

Da diese bei Vorhandensein bestimmter Faktoren auch über einen längeren Zeitraum überlebensfähig sind, sogar im Trinkwasser ohne Befall eines Wirtes existieren können, besteht für den Mensche potenzielle Infektionsgefahr an allen mangelhaft gereinigten Orten.

Die ärztliche Behandlung beginnt mit der körperlichen Untersuchung und der Erhebung der Krankheitsbildes.

Dabei achtet der Arzt auf mögliche Infektionsquellen, u.a. Gerichte mit unzureichend gekochten Eiern oder ungewaschenem Obst. Während der Abtastung des Körpers klagen betroffene Personen zumeist über Schmerzen im Oberbauch. Bei Fällen hartnäckiger Erkrankungen greifen Mediziner auf genaue Abklärungen durch Laboruntersuchung zurück, um die Erreger der Magen-Darm-Grippe zu identifizieren.

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